Nach dem erfolgreichen Auftakt von „Talk im Kiez“, dem neuen Veranstaltungsformat der SPD Falkplatz-Arnimplatz, gehen die „Geschichten von nebenan“ am 8. Mai in die zweite Runde. Erneut erzählen ganz normale Menschen, die in den Kiezen um Falkplatz und Arnimplatz im Prenzlauer Berg aufgewachsen sind, oder die hier vor einiger Zeit oder kürzlich erst hergezogen sind, Geschichten aus ihrem Leben – AnwohnerInnen – Gewerbetreibende – Kulturschaffende.
Nicht nur politisch, sondern vor allem unterhaltsam hält die SPD Falkplatz-Arnimplatz dem Kiez den Spiegel vor: Wer sind wir, die hier im Gleimviertel leben und wohnen? Was verbindet uns? Was sind unsere Geschichten? In jeder Veranstaltung der Reihe werden drei Menschen aus dem Kiez darüber sprechen, vom „Ureinwohner“ bis zum „Neuling“.
Der nächste „Talk im Kiez“ findet am Dienstag, 08. Mai ab 19: 30 Uhr im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10 statt.
Die Gäste sind:
Susanne Schierdewahn
Künstlerisches Schaffen als Spiegelung in sich selbst und mit der(Um)Welt, das ist das Metier der mit vielfältigen Ausdrucksformen arbeitenden Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin. Deshalb ist es verständlich, dass Susanne Schierdewahn auch den Gleimkiez und seine Veränderungen intensiv miterlebt. Denn hier lebt sie mit Ihrem Mann und den beiden Söhnen seit 1998. Bekannt sein dürfte sie einem breiteren Publikum durch ihre Porträts bekannter Autoren in der Rubrik „Unter’m Strich in der Berliner Zeitung. Anfang Mai steht ihre nächste Ausstellung in der Galerie Michaela Helfrich in Neukölln an.
Olaf Titel
Obwohl neuer Anwohner war ihm das Gleimviertel durch seine Fahrrad-Streifzüge seit der Studentenzeit Anfang der 90er schon bekanntes Terrain. Damals galt sein Interesse der Prenzlauerberger In-Szene, zu der er als Keyborder einer „schrägen“ Band beigetragen hat. Nun ist er als inzwischen überzeugter Familienmensch mit Frau und zwei kleinen Kindern in der Gleimstraße sesshaft geworden. Beruflich ist Olaf Titel nach dem Studium der Umwelttechnik als Diplomingenieur für Psychoakustik ein erfolgreicher Unternehmer, der Software für Hörakustik entwickelt und Projektmanagement betreibt.
Wolfgang Grass
Für ihn war es ein langer Weg bis zu seinem jetzigen Fotostudio „LichtMal“ in der Kopenhagener Straße, in dem er interessierten Hobbyfotografen feinfühlig das Metier der Schwarz-Weiss-Fotografie näher bringt. Begonnen hatte Wolfgang Grass Lebensweg 1956 im Prenzlauer Berg. Nach schwieriger Kindheit und Jugend und Konfrontation mit dem DDR Regime war er zunächst als Baufacharbeiter mit Abitur in der Berliner Denkmalpflege und als Pantomime beschäftigt. Erst 1993 „fügte sich alles zusammen“, indem er in einer kleinen Dunkelkammer und im Keller der Kopenhagener Straße sein eigenes Studio aufbauen konnte. Viele Veränderungen im Kiez wirken auf ihn zwar „befremdend“, doch nicht mit der Konsequenz, dass er hier seine künstlerische Arbeit aufgeben möchte.
Moderiert wird der Talk von Rainer Krüger.