Ein Kiezspaziergang durch Europa

Veröffentlicht am 20.05.2014 in Europa

Impression vom Pfefferberg.

Wo Europa in Pankow wirkt.

Am 06. April hängen plötzlich überall in meinem Pankower Kiez Plakate mit Wahlslogans der Parteien – Moment, war nicht gerade erst die Wahl zum Bundestag? Ich gucke genauer hin und – ach ja, am 25. Mai 2014  ist die Wahl zum Parlament der Europäischen Union. Ich schlendere durch die Straßen und sehe einen Slogan nach dem Anderen: „Gerechtigkeit“, „Fairness“, „Für ein starkes Europa“. Und komme ins Grübeln: Was bringt mir Europa eigentlich persönlich? Warum sollte ich zur Wahl gehen? Ich lebe in Berlin, „Europa“ ist mir zu abstrakt und Brüssel doch ganz schön weit weg. Natürlich weiß ich, dass die EU zum Beispiel dafür gesorgt hat, dass wir alle frei innerhalb Europas leben, arbeiten und reisen können, aber wie sieht es bei mir Zuhause in Pankow aus? Finde ich hier auch ein Stück Europa?

Wieder zu Hause angekommen setze ich mich an meinen Computer und fange an zu suchen. Mit dem Schlagwort „Europa in Pankow“ geht es los, 762.000 Treffer und neugierig klicke ich einen Link nach dem anderen an. Auf den Seiten der Stadt Berlin finde ich eine Liste mit den durch EU-Gelder begünstigten Einrichtungen, Projekten und Unternehmen von 2012. Die Liste umfasst 218 Seiten – ich bin beeindruckt und beginne zu stöbern. Die EU fördert Kultur, Soziales, die Wirtschaft, Umweltinitiativen und tausende kleine Projekte, die sich mit der Verbesserung unseres Lebensumfelds beschäftigen.

Die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH, welche ich durch die Begegnungs- und Kulturstätte „Pfefferberg“ im südlichen Prenzlauer Berg kenne, ist mit sehr vielen Projekten gefördert worden. So konnten durch EU-Gelder Kindertagesstätten neu gebaut oder saniert werden und Projekte wie das „Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz“ und die „Freiwilligenwerkstatt Prenzlauer Berg“ wurden teilfinanziert.

Mit dem Fahrrad mache ich mich auf den Weg und fahre einige der 12 in Pankow neu gebauten Fahrradwege ab. „SpiCycles“ heißt das zugehörige von der EU geförderte Projekt, welches das Ziel hat, Pankow besser für das Fahrrad zu erschließen, Verkehrsknotenpunkte zu entlasten und die Sicherheit der FahrradfahrerInnen zu erhöhen.

Ich steige um in die S-Bahn und fahre in den Norden des Bezirks. Der Campus Berlin-Buch wurde in den letzten Jahren mit 20 Millionen durch die EU gefördert und konnte sich zu einem der führenden Standorte für biomedizinische Forschung entwickeln. Auf dem beeindruckenden Campusgelände treffe ich den Doktor für Biochemie, Emanuel Wyler. Er ist am Max Delbrück Center in der Forschung beschäftigt,  gebürtiger Schweizer und aufgrund des guten internationalen Rufs der Einrichtung nach Berlin gezogen. „Auch dank EU-Gelder ist der Standort sehr gut ausgestattet und bietet ideale Voraussetzungen für die Forschung“, so Wyler.

Auch hier ist also Europa spürbar. Berlin wird durch vielfältige Projekte bereichert, welche ohne die Förderung durch die EU nicht möglich gewesen wären. Alle Bereiche des Lebens werden gefördert und wir alle profitieren ganz nebenbei im Alltag von der EU. Ich bin nachdenklich geworden und freue mich darauf, weitere spannende EU-Projekte in meinem Kiez zu entdecken. Ich werde auf jeden Fall zur Wahl gehen und damit dafür sorgen, dass Europa weiter friedlich, sozial und ja, auch profitabel für uns alle bleibt.

Artikel von Katrin Astner, erschienen in der "Pankower Stimme" 2014.

 

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