Grillen am Falkplatz? Lösungen für ganz Berlin!

Veröffentlicht am 11.11.2012 in Soziales

Mehr Grillflächen und damit mehr sozialer Freiraum sind gewünscht, aber nicht vor der eigenen Tür- das ist das Ergebnis der Umfrage der SPD Falkplatz-Arnimplatz zum Grillen auf dem Falkplatz. Eine Mehrheit im Gleimkiez will auf keinen Fall die Situation von vor drei Jahren zurück (53% im PLZ 10437). Im Kiez insgesamt spricht sich mit 59% eine Mehrheit für Grillflächen am Falkplatz aus, davon 11% für Grillen mit Einschränkungen. Die Konsequenz daraus: die Kampagne zum Grillen auf dem Falkplatz wird vorerst nicht weiterverfolgt. Und: die Arbeit zum Thema Grillen auf der Landesebene geht jetzt erst richtig los.

Ergebnisse in Zahlen Nach Start der Kampagne wurde schnell klar, dass die Abteilung mit der Frage, die für den Falkplatz gestellt wurden, den Nerv getroffen hatte. Zeitungen im Bezirk, RBB und Morgenpost, griffen das Thema auf. Beteiligen konnte man sich an einer Online-Befragung und Befragungen vor Ort mit lebhaften Diskussionen an Infoständen. Beteiligt haben sich mehr als 160 Personen – was erst nach wenig klingt, ist für die Kampagne eines Ortsvereins eine stattliche Zahl. Immer wieder als Argumente dabei: Belastung durch Rauch und Lärm, sowie die Schilderung wie es vor drei Jahren war. Thema waren auch Kompromissvorschläge, wie zum Beispiel feste Grillplätze. Eine Auswertung der Kommentare wird zu einem späteren Zeitpunkt hier veröffentlicht.
JaEinschränkungenNein
1043733745
104391954
Andere26617
Gesamt: 162781866
48%11%41%
Ein Berliner Problem Den Falkplatz für das Grillen unter den jetzigen Bedingungen freizumachen, würde dazu führen, dass er wahrscheinlich wieder so überlaufen wäre wie vor drei Jahren– das ist die berechtigte Sorge der Anwohnerinnen und Anwohner. Gelöst werden kann das Problem nur, wenn öffentliches Grillen nicht nur auf einzelne und immer enger werdende Räume reduziert wird, sondern die Bezirke wieder Flächen für das Grillen öffnen. Damit reduziert sich auch die Übernutzung der bisher wenigen Flächen– weniger Grill, weniger Lärm, weniger Müll zur Freude der Anwohnerinnen und Anwohner. Aber kaum ein Bezirk will hier den ersten Schritt gehen: weist er Grillflächen aus, sind diese übernutzt und er bleibt auf den zusätzlichen Kosten für Müll sitzen. Und die klammen Bezirke schauen in erster Linie aufs Geld in dieser Frage. Lösungen für ganz Berlin Um diese Logik des Nichtstuns zu durchbrechen und für mehr sozialen Freiraum in Berlin zu kämpfen, geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Von den Bezirken muss man erwarten, dass sie geeignete Flächen für öffentliches Grillen (wieder-)eröffnen. Und dass das Land Berlin sich mit in der Verantwortung sieht, und finanziell einspringt, wenn es um sozialen Freiraum in der Stadt geht. Konkret sind mehrere Anträge an den nächsten Landesparteitag der SPD in Arbeit:
  • Eine grundsätzliche Erklärung von Grillen als sozialer Freiraum und der Notwendigkeit, Nutzungskonflikte gemeinsam zu lösen
  • Ein Antrag zur Finanzierung: Bezirke sollen Grillflächen ausweisen können, ohne dafür einen stattlichen Anteil ihrer Gelder für Grünflächen umwidmen zu müssen.
  • Erste Schritte, unter anderem eine Webseite zur Informationen, einen mehrsprachigen Grillflyer zum Verteilen, sowie Warnhinweise auf Einweggrills zur richtigen und Grasflächen schonenden Handhabung.
Denn – und das sollten wir nicht vergessen – viele Jahre war Grillen auf dem Falkplatz möglich, ohne dass Anwohnerinnen und Anwohner hier mit massiven Beschwerden vorgingen. Der eine oder andere hat das Grillen im eigenen Kiez in guter Erinnerung. Verschärft hatten sich die Nutzungskonflikte erst mit dem immer weniger werdenden öffentlichen Grillflächen.
 

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Roland Schröder | 

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