Parken im Gleim- und Arminplatzkiez: meistens keine kritische Situation Unser Kiez (Falkplatz-Arnimplatz) ist im Durchschnitt gut mit Parkmöglichkeiten versorgt. Allerdings verschärft sich die Parkplatzsituation erheblich bei Veranstaltungen in der Max-Schmeling-Halle. Es bleibt daher ein verkehrspolitisches Anliegen der Abteilung, diesbezüglich eine angemessene Lösung für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner zu finden.
■ Zwischenergebnisse der Studie zum ruhenden Verkehr
Die Zwischenergebnisse der Studie zum ruhenden Verkehr im Prenzlauer Berg zeigen, dass sich der Verkehrsdruck im Gebiet rund um den Falkplatz im mittleren Bereich bewegt. So hat die Studie ergeben, dass im Gebiet zwischen der Eberswalder Straße, der Schönhauser Allee, dem S-Bahn-Ring sowie der westlichen Bezirksgrenze insgesamt 2.866 Stellplätze zur Verfügung stehen, davon 2.260 im Straßenraum und 606 auf Sammelanlagen. Insgesamt 282 Stellplätze unterliegen einer Nutzerbeschränkung, 164 sind gebührenpflichtig. Bei einer mittleren Bevölkerungsdichte von 100 bis 150 Einwohnern pro Hektar und einem geringen Motorisierungsgrad von unter 300 amtlich zugelassenen Kraftfahrzeugen bedeutet dies für das Falkplatzgebiet, dass die Stellplätze in einem geringen bis mittleren Bereich (zwischen 70 und 89 Prozent abhängig von Wochentag und Tageszeit) ausgelastet sind.
■ Temporäre Probleme um die Halle
Kristallisationspunkt vieler Verkehrsprobleme im Kiez ist die Max-Schmeling-Halle. Veranstaltungen an diesem Ort bedingen regelmäßig ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen rund um den Falkplatz. Auch wenn in der Studie die vielen parkplatzsuchenden Veranstaltungsbesucher der Max-Schmeling-Halle nicht berücksichtigt sind und somit ein mitunter zu positives Bild der Lage gezeichnet wird, bleibt die Suche nach Lösungsmöglichkeiten für die temporären Verkehrsprobleme um den Falkplatz ein dringendes Anliegen der Abteilung. Dies gilt trotz des zu erwartenden Rückgangs der Veranstaltungen in der Max-Schmeling-Halle, mit der nach Inbetriebnahme der neuen Halle am Ostbahnhof zu rechnen ist.
■ Gute Nachricht
Die Zwischenergebnisse der Studie sind erstmal eine gute Nachricht für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Kiezes, die dem Konzept einer Parkraumbewirtschaftung skeptisch gegenüberstehen. Sie zeigen deutlich, dass um den Falkplatz eine Stellplatzregulierung via Gebührenpflicht weder notwendig noch sinnvoll ist. Die Ergebnisse der Studie ändern jedoch nichts an der grundsätzlichen Problematik dieser verkehrspolitischen Maßnahme, mit der ein „Ankoppelungs-Effekt“ untrennbar verbunden ist. So ist es unausweichlich, dass bei einer Einführung von gebührenpflichtigen Vignetten in benachbarten Kiezen auch um Falk- und Arnimplatz zur Regulierung des Ausweichverkehrs mit derartigen Maßnahmen gerechnet werden muss.
Bis zu einer Entscheidung über die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im Prenzlauer Berg bleiben die endgültigen Ergebnisse der Verkehrsstudie abzuwarten. Im dann durchzuführenden institutionellen Abstimmungsprozess ist nach Ansicht der Abteilung vorrangig das Interesse der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner im Blick zu behalten.