Ratten am Arnimplatz: Zeit zu handeln, Herr Kirchner!

Veröffentlicht am 11.06.2013 in Ordnung
Der Arnimplatz sei Berlins schlimmster Ekel-Park. So lautet heute am 11.06.2013 die große Überschrift des "Berliner Kurier". Ganz so schlimm ist die Lage nicht, könnte man ironisch sagen: der Arnimplatz ist kein Park, sondern (nur) ein Platz. Die Ironie bleibt aber im Halse stecken, wenn man sich den Platz anschaut: Ratten sind und bleiben ein Problem. Die SPD Falkplatz-Arnimplatz hat deswegen bereits zwei Kleine Anfragen vom 18.09.2012 und 11.03.2013 an das Bezirksamt Pankow eingereicht. Passiert ist nicht viel bisher. Jetzt bringen Bürgerinnen und Bürger es direkt auf die Tagesordnung des Bezirksparlamentes. Es ist an der Zeit, dass der Stadtrat Herr Kirchner aktiv wird!

Ein Kommentar von Markus Roick

Der Arnimplatz ist es wert, das was passiert. Durch die Spielplätze, die nahe Seniorenfreizeitstätte, das reiche Angebot an Bänken, die freie Wiesenfläche im Norden und das lauschigere Eck im Osten ist es ein Platz für Alle im Kiez. Das merkte jeder, der über ihn schlenderte. Diese Quelle an Lebensqualität ist bereits seit einiger Zeit gefährdet. In zwei Kleinen Anfragen an das Bezirksamt wurde von der SPD-Fraktion Pankow bereits nachgehakt. Leider sind die Antworten nicht sehr zufriedenstellend. Lösungsmöglichkeiten werden nicht wirklich geprüft. Außerdem wird das bürgerschaftliche Engagement, das vorhanden ist, vom Bezirksamt nicht ausreichend unterstützt und genutzt, um das Rattenproblem an diesem Platz in den Griff zu kriegen. Die ersten Platzreinigungen der Anwohner gingen bereits in die richtige Richtung, nur der Bezirk hinkte hinterher. Die Situation wird immer dramatischer und hat jetzt dazu geführt, dass der Arnimplatz als Berlins schlimmster Park tituliert wird. Zeit zu handeln! Konkret kann das Bezirksamt mit folgenden Schritten aktiv werden:
  • Das Bezirksamt hat als mögliche Ursache mangelnde Kanalinstandshaltung und –reinigung benannt. Nachfragen bei den Berliner Wasserbetrieben wollte es aber nicht. Zeit, das zu tun.
  • Es gibt spezielle Müllbehälter für Gebiete mit Rattenproblemen (zum Beispiel hier) , die durch doppelten Boden, Zugangslöcher und Gift verhindern, dass die Ratten an den Müll kommen und zugleich eine sichere Variante sind, Gift auszulegen. Das sollte das Bezirksamt direkt mit der BSR abklären.
  • Die Behälter kosten von einem Anbieter etwa 400 Euro pro Stück. Das ist für den Arnimplatz viel Geld. Sicher kann man aber Anwohner und Gewerbetreibende für Spenden gewinnen. Gerade für die umliegenden gastronomischen Betriebe ist es sicher eine Spende wert, wenn ihre Kunden dann rattenfrei unterwegs sein können. Das Bezirksamt soll dabei nicht aus der Verantwortung entlassen werden: nicht nur die Ansprache wegen Spenden gilt es zu organisieren, der Bezirk muss auch einen Teil der Kosten übernehmen.
  • Zweimal die Woche Müll sammeln ist vielleicht bezahlbar, aber es reicht sicher nicht aus, das Problem zu lösen. Hier muss das Bezirksamt an Alternativen arbeiten.
  • Eine Anwohnerversammlung kann klären, wie die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden, um ihren Platz zu schützen. Die Pflege der Grünfläche war ein erster Schritt, der den Ratten teilweise schützende Bepflanzung genommen hat. Am besten, wenn eine Expertin oder ein Experte beratend zur Seite stehen kann.
Der Arnimplatz war, als er angelegt wurde, einer der schönsten Quartiersplätze in Berlin – Zeit, ihn wieder dazu zu machen.
 

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Roland Schröder | 

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