Schönhauser Allee umgestalten: Mehr Platz und Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr!

Veröffentlicht am 13.02.2012 in Verkehr

In einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), den die Fraktion der SPD in die Sitzung am 15.02.2012 einbringt, hat die SPD daher Vorschläge vorgelegt, die den veränderten Nutzungsbedingungen der Schönhauser Allee zwischen Bornholmer Straße und Danziger Straße Rechnung tragen sollen und eine klare Umgestaltung vorsehen.

Schon heute sind auf der Schönhauser Allee jeden morgen ebensoviele Rad- wie Autofahrer unterwegs. Der bauliche Ausbaustandard gewährt aber dem motorisierten Individualverkehr unbedingten Vorrang. Besonders unübersichtlich ist es an den Haltestellenbereichen der Straßenbahn, da sich hier die Wegebeziehungen der unterschiedlichen Verkehrsarten kreuzen und noch weniger Platz vorhanden ist. "Deshalb ist es dringend erforderlich, dass wir die Umgestaltung der Schönhauser Allee prüfen und zu einer besseren Raumaufteilung und mehr Sicherheit für die schwächern Verkehrsteilnehmer kommen", erläutert Roland Schröder als verkehrpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion den Vorstoß seiner Partei. "Folgt die BVV mehrheitlich dem Anliegen der SPD, soll das Bezirksamt die drei aufgeführten Varianten prüfen, anschließend kann dann eine fundierte öffentliche Debatte zur Umgestaltung geführt werden", so Schröder weiter.

Der Raumangebot für den Radverkehr auf der Schönhauser Allee reicht für die stark angestiegene Nachfrage nicht mehr aus! Der Radweg ist zu schmal, an den Ampeln stauen sich die Radfahrerinnen und Radfahrer, permanente Konflikte mit abbiegenden Autos und dem Fußverkehr sind die Folge. Gleichzeitig haben sich die Erkenntnisse zur Gestaltung von Verkehrsräumen gegenüber den 1990er Jahren stark verändert und durch die Parkraumbewirtschaftung ist ein deutlicher Rückgang an Autoverkehr und Autobesitzern im Prenzlauer Berg festzustellen. Deshalb sollen vor allem folgende Varianten zur Stärkung des Rad- und Fußverkehrs durch das Bezirksamt untersucht werden:

Eigene Fahrspur für Radfahrer

Variante a) schlägt die Umwandlung des rechten Fahrstreifens der Schönhauser Allee in einen extrabreiten Radstreifen vor. Das hieße: Mehr Platz für Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Straße und zugleich für Fußgängerinnen und Fußgänger auf dem Fußweg, den unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten der Radfahrerinnen und Radfahrer würde Rechnung getragen und Unfallgefahr bei der Überquerung des Radwegs würde beträchtlich sinken. Bislang wird die rechte Fahrspur weit überwiegend zum Parken genutzt. Dem müsste durch die Schaffung eines Mindestangebots von Stellplätzen und Lieferzonen Rechnung getragen werden.

Die zweite Variante baut darauf auf schlägt zusätzlich vor, den motorisierten Individualverkehr auf die mittlere Fahrbahn zu beschränken, so dass der linke Fahrstreifen dem Straßenbahnverkehr vorbehalten bleibt. Das Bezirksamt soll dabei die Errichtung überfahrbarer und barrierearmer Haltstellenkaps im Bereich der heutigen Straßenbahnhaltestellen Milastraße und Schönhauser Allee prüfen.

Ausstieg links! Mehr Sicherheit an Straßenbahnhaltestellen
Noch weitreichender ist die dritte Variante: Sie sieht vor, die Straßenbahnhaltestellen Schönhauser Allee und Milastraße auf die Mittelpromenade unterhalb der U-Bahn verlagert. Der Vorteil: Fahrgäste müssen beim Aus- und Einsteigen nicht mehr die Fahrspur überqueren – eine stetige Gefahrenquelle. Zudem kann der Zustieg zu den Straßenbahnen barrierefrei gestaltet werden. Wichtig, damit ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkugen den öffentlichen Personennahverkehr ungehindert nutzen können.

Mehr zum Thema finden Sie unter:
http://www.roland-schröder.de/index.php?nr=5867&menu=8
Den Antrag finden Sie hier:
http://www.berlin.de/ba-pankow/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=3163&options=4

 

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