Straßenbahnline 12: Umleiten und nicht verkürzen!

Veröffentlicht am 02.09.2011 in Verkehr

Bei der heutigen Sitzung der AG ÖPNV des Bezirks habe ich der Vertreterin und den Vertretern der BVG nochmals verdeutlicht, dass die Verkürzung der Straßenbahnlinie 12 bis zum Nordbahnhof für die nächsten drei bis vier Jahre vollkommen inakzeptabel ist.

Deshalb habe ich erneut die Forderung erhoben, die Straßenbahnlinie 12 gemäß des von mir initiierten BVV Beschlusses VI-1371: Straßenbahnlinie 12 - Umleiten statt verkürzen! über den Hackeschen Markt zur Friedrichstraße umzuleiten und damit auch wieder direkt die Humboldt Universität anzufahren. Die BVG sagte in der Sitzung eine schnelle Prüfung des von der BVV Pankow bereits beschlossenen Anliegens zu. Ich bleibe dran!

Der Hintergrund:

Aufgrund der Baumaßnahmen für die Führung der Straßenbahn bis zum Hauptbahnhof, ist der Abschnitt westlich des Nordbahnhofes für ca. drei bis vier Jahre gesperrt. Die Fahrgäste müssen zum Beispiel zum Erreichen der U-Bahn-Linie 6 mehrere Hundert Meter durch die Baustelle zurücklegen oder den weiträumig und im Stau stehenden Bus nehmen. Eine zeitsparende Verbindung zum Hauptbahnhof besteht auf diesem Wege bis auf weiteres nicht mehr. Die BVG hat sich so wieder mal die bequemste Lösung ausgedacht und spart gleichzeitig Kosten, da einfach kein Ersatzverkehr angeboten wird. Der Senat scheint wie immer untätig zu sein, wenn es um derartige, für die Fahrgäste extrem ärgerliche Angebotseinschränkungen geht.

Für die große Mehrzahl der Fahrgäste steht aber das Erreichen der Stadtbahn, und damit auch die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofes, im Vordergrund. Deshalb ist es sinnvoll, die Straßenbahnlinie 12 nicht als Dauerprovisorium am Nordbahnhof enden zu lassen, sondern die Linie über den Hackeschen Markt umzuleiten, um das Berliner Zentrum und die Stadtbahn und ihre West-Ost-Achse weiterhin direkt zu erreichen. Diese Änderung benötigt gegenüber dem normalen Linienbetrieb weder zusätzliches Personal noch extra Fahrzeuge und dürfte somit ohne höhere Kosten umsetzbar sein. Es wird dann nur nicht mehr gespart…

Sollte diese Möglichkeit verworfen werden, fordere ich schon jetzt ein Vorziehen der angestrebten Verdichtung der Straßenbahnlinie M 1 von einem 10-Minuten-Takt auf einen 6/7/7-Minuten-Takt, um der steigenden Nachfrage im Prenzlauer Berg wenigstens auf diese Weise zu begegnen und das Angebot halbwegs zu verbessern.

 

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Roland Schröder | 

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