Volle Packung Bildungspolitik: Lars Oberg zu Gast

Veröffentlicht am 15.05.2016 in Berlin

Lars Oberg (r.) im Gespräch mit Mitgliedern der SPD Helmholtzplatz, in der Mitte Clara West.

Wenn man Lars Oberg einlädt, dann bekommt man die volle Packung Bildungspolitik. Über zweieinhalb Stunden berichtete Lars am 10.05.2016 bei der SPD Helmholtzplatz über die Bildungspolitik in Berlin und stellte sich den interessierten Fragen der Anwesenden. Mit zehn Jahren als Abgeordneter kann Lars Oberg auf einiges zurückblicken, was bewegt wurde. In seiner parlamentarischen Arbeit hat die Bildungspolitik eine zentrale Rolle gespielt. Die Haupt- und Realschulen wurden zur Integrierten Gesamtschule zusammengeführt. Mehrere Tausend Lehrerinnen und Lehrer wurde zusätzlich eingestellt. Alleine für die nächsten zwei Jahre sind zweitausend weitere im Haushalt vorgesehen.

Die Bezahlung wurde deutlich verbessert, wer in Berlin als Lehrerin oder Lehrer anfängt, hat mehr in der Tasche als der Kollege aus Bayern. Für Schulen in sozialen Brennpunkten wurde ein Förderprogramm eingeführt. In die Schulsanierung flossen alleine zwischen 2009 und 2015 mehr als 1,4 Milliarden Euro. In der Vorschulbildung wurden mehrere zehntausende neue Kitaplätze geschaffen, der Betreuerschlüssel vor kurzem verbessert. Ab 2018 fällt auch hier eine weitere Hürde: die Kitas werden gebührenfrei.

Das alles war eine Kraftanstrengung, vor allem in einem Berlin mit drückenden Altschulden von damals über 60 Milliarden Euro. An der Bildung hat Berlin aber nicht gespart. Es gibt aber noch große Herausforderungen. Durch die Flüchtlingsbewegung sind viele schulpflichtige Kinder neu nach Berlin gekommen, die in Willkommensklassen erstmal fit gemacht werden müssen für den normalen Schulunterricht. Und Berlin wächst weiter, das bedeutet auch mehr Kinder in Kita und Schule. In der Fragerunde ging es um viele einzelne Probleme: warum Lehrerinnen und Lehrer nicht besser wieder verbeamtet werden? Wieso es keinen eigenständigen Politikunterricht gibt? Wie kann man Flüchtlingskinder integrieren, die aus dem Grundschulalter raus sind, aber auf diesem Niveau Deutschkenntnisse haben? Kann man das Hamburger Modell kopieren, bei dem die Verwaltung der Schulgebäude einem eigenen Landesunternehmen übertragen wird? Am Ende war klar: zweieinhalb Stunden reichen nicht und es gibt noch viel zu tun.

 

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