1.365 m² für die Kinder

Veröffentlicht am 15.07.2013 in Infrastruktur

Einen Schritt weiter ist der Spielplatz, der an der Ecke Norwegerstr. 1/Behmstraße entstehen soll. Geplant ist er schon länger: im Bebauungsplan IV-38 von 1997. Jetzt steht er in der Investitionsanmeldung des Bezirks. Der nächste Schritt ist der schwierigste und muss mit politischem Druck durchgesetzt werden: die Untersetzung mit Finanzmitteln. Benötigt werden 2013 dreihunderttausend Euro und weitere 560.000 Euro in den drei Folgejahren. Durch die leichte Hanglage des Grundstücks entstehen vergleichsweise hohe Kosten. Bildlich gesprochen: der Bezirk hat jetzt erst einmal gesagt, dass er das Geld für den Spielplatz will. Jetzt geht es darum, dass er das Geld bekommt und für diesen Zweck einsetzt.

Was sich alles nach einem komplizierten Prozess anhört (und auch ist), hat einen ganz realen Hintergrund: Unsere Kieze am Falkplatz und Arnimplatz waren lange Jahre kinderarm. Das merkt man immer noch daran, dass es kaum Jugendliche im Kiez gibt. Was man aber jetzt an schönen Tagen überreich sieht, sind Kinderwägen und kleine Kiezbewohner, die sich auf den Spielplätzen tummeln. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: gab es 2001 noch etwa 830 Kinder unter 6, sind es Ende 2011 mit fast 1700 mehr als doppelt so viele.

Ergebnis der Entwicklung: Das Norwegerviertel liegt in einem mit Kinderspielplätzen unterversorgtem Gebiet, wie es in der Investitionsplanung lebensnah formuliert wird. Dem soll der neue Spielplatz mit einer Fläche von immerhin 1.365 m² Größe und einem integrierten Aufenthaltsbereich abhelfen. Gut also, wenn er kommt.

Ein Kiez braucht, um familiengerecht zu sein, Spielplätze, Kita- und Schulplätze und fußgängerfreundliche Straßen. Viel hilft die ganze Infrastruktur aber nicht, wenn man das als Familie zwar alles zur Verfügung hat, die Miete für eine familiengerechte Wohnung aber nicht mehr bezahlen kann. Im Extremfall also: bis der Bezirk das Geld für den Spielplatz zusammengekratzt hat, wohnen kaum noch Familien mit Kindern im Norwegerviertel. Deswegen kämpft die SPD in Pankow für bezahlbare Mieten. Damit Familien auch in unseren Kiezen wohnen bleiben können!

 

Homepage SPD Falkplatz-Arnimplatz

Facebook-Seite von Roland

Roland Schröder | 

Erfolgskarte


Erfolge des AK Stadtentwicklung und Verkehr auf einer größeren Karte anzeigen