Bürgerwillen bei der Planung des Mauerparks beachten!

Veröffentlicht am 10.09.2010 in Stadtentwicklung

Die Rückkehr zu der Bebauungsplanversion für den Mauerpark, die der Bezirk Mitte im Juli zur Grundlage der Bürgerbeteiligung erklärt hatte, fordert der Kreisvorsitzende der SPD in Pankow, Alexander Götz. Die nachträglichen Ergänzungen widersprächen der bislang geführten Diskussion. Vor allem ein Teilabriss des Gleimtunnels und die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten an der Bernauer Straße lehnt er ab. Götz hält außerdem die Initiative für einen Weltbürgerpark für sehr interessant. Ein solches Engagement müsse unterstützt werden.

Änderungen durch das Bezirksamt Mitte

Entgegen den bislang bekannten Vorlagen (Aufstellungsbeschluss des Bezirksamtes Mitte, Beschlüsse des Stadtentwicklungsausschusses der Bezirksverordnetenversammlung Mitte) wurden mit der in das Beteiligungsverfahren gegebenen Bebauungsplanversion Änderungen bei den Gebietseinordnungen im südlichen Plangebiet an der Bernauer Straße vorgenommen. Dies gilt ebenso für die Erschließung des zukünftigen Wohngebietes im nördlichen Teil zwischen Gleimstraße und Stadtbahn. Hier wird von einem Teilabriss des Gleimtunnels ausgegangen.

Schutz der traditionellen kulturellen Nutzung im Mauerpark

Dazu erklärt Alexander Götz, Kreisvorsitzender der SPD in Pankow: „Mit dieser Variante werden die gewachsenen Strukturen rund um Mauersegler und Flohmarkt in Frage gestellt. Es besteht die Gefahr, dass nun doch andere gewerbliche Nutzungen forciert werden, die das kulturelle Flair und die überregionale Bekanntheit beschädigen.“ Das gelte auch für einen Teilabriss des denkmalgeschützten Gleimtunnels, so Götz weiter und verweist auf entsprechende Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung und der SPD in Pankow. Zwar müsse man eine Wohnbebauung nördlich der Gleimstraße wohl akzeptieren, aber nur, wenn die Erschließung keine Breschen durch historische Bausubstanz, sozial-kulturelle Nutzungen und Grünanlagen schlage.

Bürgerwillen achten

„Ärgerlich ist vor allem, dass mit der nun ins Verfahren gegebenen Version der klar artikulierte Bürgerwillen und bisherige Gespräche konterkariert werden. Die Chance, eine einmütige Lösung zu finden, wird damit ohne Not verspielt. Wir fordern den Bezirk Mitte und den verantwortlichen Stadtrat deshalb auf, im Abwägungsprozess zur ursprünglichen Konsenslinie zurückzukehren und die Beteiligungsgespräche ernst zu nehmen“, so Götz weiter.

Weltbürgerpark ein interessantes Projekt

Darüber hinaus hält der Pankower Kreisvorsitzende die Initiative eines Weltbürgerparks für ein sehr interessantes Projekt: „Mich begeistert das bürgerschaftliche Engagement und damit der Beweis, wie wichtig der örtlichen Bevölkerung die Gestaltung ihres Umfelds ist. Das müssen wir unterstützen.“ Götz sieht darin keinen Widerspruch zu den bisherigen Planungen: „Privates Engagement für eine möglichst umfassende Realisierung des Mauerparks ist ein Gewinn. Auch dafür müssen wir Platz schaffen“.

Kommentar: Alexander Götz

 

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