Endlich: Patienten im Mittelpunkt

Veröffentlicht am 26.09.2008 in Gesundheit

Dagmar Roth-Behrendt, MdEP

Im Zusammenhang mit der Diskussion des Kommissionsvorschlags zu grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung und Patientenrechten im Europäischen Parlament am 24. September 2008 begrüßt die Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt in einer Pressemitteilung, dass auch Kranken endlich das Recht auf Mobilität bestätigt wird und sie sich in Zukunft auch in einem anderen Mitgliedstaat der EU behandeln lassen können.
Darüber hinaus befasst sich der Kommissionsvorschlag mit planbaren Krankenhausaufenthalten in einem anderen Mitgliedstaat sowie der Förderung europäischer Referenzzentren für fachlichen Austausch und von Kontaktstellen, die Patientinnen und Patienten umfassend informieren.

Das Europäische Parlament diskutiert heute den Vorschlag der Kommission über grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung und Patientenrechte.

"Das wird auch höchste Zeit", betont die Expertin für Gesundheits- und Verbraucherschutz Dagmar Roth-Behrendt, die im zuständigen Umweltausschuss die Berichterstatterin der sozialdemokratischen Fraktion ist.
"Endlich wird im Binnenmarkt auch Kranken das Recht bestätigt, mobil sein zu können und sich in einem anderen Mitgliedstaat behandeln zu lassen."

"Es ist wichtig, dass wir uns jetzt auf das konzentrieren, worum es bei der Richtlinie wirklich geht: nämlich um Patienten, die sich in der EU bewegen und nicht um Dienstleistungen, die wandern", fordert Dagmar Roth-Behrendt.

"Wir müssen bei der Diskussion um Patientenrechte die Autonomie der Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten respektieren", stellt Dagmar Roth-Behrendt klar. "Aber gleichzeitig muss der Anspruch auf medizinische Behandlung in der gesamten EU sowie die Erstattung der Kosten, die zu Hause für die gleiche Behandlung anfallen würden, gewährleistet werden."

Ein weiterer Kernaspekt sind die planbaren Krankenhausaufenthalte in einem anderen Mitgliedsstaat. "Hierfür setzt der Kommissionsvorschlag eine vorherige Genehmigung voraus." Dagmar Roth-Behrendt: "Die Details dieser Autorisierung werden ein wichtiger Teil der Debatte sein."

Außerdem soll die Einrichtung von europäischen Referenzzentren für fachlichen Austausch und von Kontaktstellen gefördert werden, die Patienten umfassend über ihre Rechte informieren. Dagmar Roth-Behrendt: "Patienten müssen Informationen über Erfahrungen bei der Behandlung von Krankheiten erhalten können, und es muss Transparenz hergestellt werden, wo in der EU die besten und erfolgreichsten Spezialisten heilen."

"Wenn die Richtlinie schließlich dazu führt, dass sich in Teilen der EU auch die Qualität und der Zugang zu Behandlungen verbessert, so ist das ein wundervoller und gewollter Nebeneffekt", betont Dagmar Roth-Behrendt abschließend.

 

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