Europäische Umweltpolitik auch für unseren Kiez Ein umfassender Klimaschutz wird immer mehr zur zentralen Herausforderung für die Weltbevölkerung. Umweltexperten der Vereinten Nationen gehen nach aktuellen Presseberichten inzwischen davon aus, dass noch eine Zeitspanne von 15 jahren bleibt, um eine unumkehrbare Klimakatastrophe zu verhindern.
Vorboten der Klimakriese
Zur Zeit leben rund 6,5 Milliarden Menschen auf der erde, 2025 werden es nach UN-Schätzungen knapp 8 Milliarden und 2050 rund 9,2 Milliarden sein. Die Menschen brauchen immer mehr Konsumgüter, Rohstoffe und Energie.
Zwei Beispiele:
Heute gibt es weltweit rund 600 Millionen Kraftfahrzeuge. Experten gehen davon aus, dass sich dieser Bestand in den nächsten Jahren allein durch Kraftfahrzeugabsatz in China und Indien verdoppeln wird.
Die globale Nachfrage nach Erdöl wird sich innerhalb von 15 Jahren von rund 75 Millionen Barrel (1Barrel = 159 Liter) auf mehr als 100 Millionen Barrel erhöhen. Die Folgen: Steigende Energiepreise und ein bedrohlicher Anstieg der klimaschädlichen Treibhausgase.
Ein Teil der Weltbevölkerung leidet schon heute an den Folgen des Klimawandels - an der Erwärmung der Erdatmosphäre, unter zunehmender Wüstenbildung und wasserknappheit. Menschen aus regionen, in denen ökologische Katastrophen zu Hunger führen, wandern in weniger gefährdete Teile der Welt.
EU will beim Klimaschutz vorangehen.
Die Europäische Union hat sich deshalb darauf geeinigt, ihre Anstrengungen beim weltweiten Klimaschutz massiv zu verstärken.
Nach dem Beschluss der europäischen Umweltminister will sich die EU im Rahmen eines internationalen Klimaschutzabkommens verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen um 30% bis 2020 (gegenüber 1990) zu senken. Bis ein neues Abkommen vereinbart ist und unabhängig von ihrer Position in den internationalen Verhandlungen, wird die EU ihre Emissionen um mindestens 20% bis 2020 (gegenüber 1990) mindern.
Der amtierende Vorsitzende der europäischen Umweltminister, Sigmar Gabriel (SPD):
"Das ist ein klares Signal an die Wirtschaft, dass der Europäische Emissionshandel nach 2012 weitergeführt wird. Und es ist ein klares Signal an Unternehmen, weiter in energiesparende und effiziente Technologien zu investieren."