Falkplatz: Offen fürs Grillen?

Veröffentlicht am 19.07.2012 in Soziales

Seit 2009 verboten: Grillen auf dem Falkplatz

Eine Diskussion darüber, ob das Grillverbot auf dem Falkplatz gerechtfertigt ist und welche Alternativen es dazu gibt, will die SPD Falkplatz-Arnimplatz führen. Auf ihrer Versammlung am 14. Juli beschloss sie, mit den Bürgerinnen und Bürgern das Gespräch über diese Fragen zu suchen.


Nach drei Jahren evaluieren

Das Verbot auf dem Falkplatz ist drei Jahre alt und eine versprochene Evaluation der Folgen durch den Bezirk steht noch aus. Diese ist aber dringend notwendig. Mit dem Schließen von mehreren großen Grillplätzen in Berlin ist der Mauerpark überlaufen und die Möglichkeiten zu grillen für die Kiezbewohner knapp bemessen. Die Evaluation muss deswegen spätestens jetzt nachgeholt werden und das will die SPD vor Ort übernehmen. „Eine Vorentscheidung pro oder contra Grillen auf dem Falkplatz ist damit nicht gefallen.“ stellte Wolf Witte, Vorsitzender der SPD Falkplatz-Arnimplatz klar. „Wichtig ist es uns vor allem, dass die Bürgerinnen und Bürger sich dazu äußern können.“

Für Alternativen offen

Anlass für das Grillverbot im Jahr 2009 waren Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern über die zunehmende Belästigung durch Lärm und vor allem Rauch. Alternative Lösungen kamen in der Bürgerversammlung kaum zur Sprache und wurden schnell verworfen. Diese sollen diesmal gründlicher mit diskutiert werden, ebenso eine mögliche Aufhebung des Grillverbots. „Auf dem Falkplatz zu grillen gehört für mich einfach zum hohen Freizeit- und Lebenswert des Kiezes.“ betonte dann auch ein Mitglied. Diskutiert wurde kurz die Möglichkeit, nur einen Teil des Falkplatzes für das Grillen freizugeben, um mehr Abstand zur Wohnbebauung zu schaffen. „Es geht uns aber nicht darum, vorgefertigte Lösungen zu liefern und darüber die Bürgerinnen und Bürger entscheiden zu lassen. Wir wollen Ideen im Dialog entwickeln.“ stellte Markus Roick das Ziel der Diskussion klar.

Grillflächen in ganz Berlin zum Thema machen

Beim Thema Grillen macht die SPD Falkplatz-Arnimplatz aber nicht am Falkplatz Halt: Nachdem mit Friedrichshain, Tiergarten und Treptower Park große Flächen durch die Bezirke zum Grillen dichtgemacht wurden, wird die Platzfrage immer mehr zum Problem. „Grillflächen sind sozialer Freiraum, an denen Begegnungen stattfinden und an denen man auch mit kleinem Geldbeutel seine Freizeit mit Freunden und Familie zusammen verbringen kann. Deswegen setzen wir uns für eine Ausweitung der Grillflächen ein“, betonte Roick. Dazu wird eine kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus eingebracht werden und ein Antrag zum Landesparteitag verabschiedet werden.

Dokumente:

 

Homepage SPD Falkplatz-Arnimplatz