Grillflächen schaffen, sozialen Freiraum sichern: die nächsten Schritte

Veröffentlicht am 23.04.2014 in Soziales

Noch taugt das Wetter nicht zum Grillen, in ein paar Wochen ist der Mauerpark dann aber wieder mit Grillfreunden aus aller Welt übersät. „Das zeigt zweierlei: erstens, es gibt viele Menschen, die in Berlin grillen wollen. Zweitens, zu wenig Grillflächen, so dass der wenige Raum, den es dafür noch gibt, übernutzt wird. Und das ist teuer für alle.“ erklärte dazu Markus Roick, Mitglied der SPD Falkplatz-Arnimplatz und Sprecher des Arbeitskreises „Grillen als sozialer Freiraum“. Die Lösung liegt für die SPD am Falkplatz und Arnimplatz nahe: wenn es wieder mehr Flächen gibt, so reduziert sich der Druck auf die anderen Flächen und das Grillen wird entspannter- für Anwohnerinnen und Anwohner wie für die am Grill selbst. Dafür setzt sich die SPD Falkplatz-Arnimplatz weiterhin ein und hat auf der Kreisdelegiertenversammlung am 05.04.2014 einen Antrag für mehr sozialen Freiraum durchgesetzt. Dieser wird voraussichtlich auf dem Landesparteitag am 17. Mai 2014 behandelt.

Kern des Antrages ist ein Grillkonzept für Berlin. Wie dieses aussehen soll, hat die SPD Falkplatz-Arnimplatz gleich mit reingeschrieben: es sollen insbesondere die Menschen innerhalb des innerstädtischen Bereichs über ausreichend Zugang zu Grillflächen verfügen, denn gerade hier haben die Kürzungen der letzten Jahre sich besonders deutlich ausgewirkt. Die Finanzierung der Grillflächen geht bisher einseitig zulasten der Bezirke. Hier muss gegengesteuert werden: die Kosten müssen gerecht und lastendeckend verteilt werden, das Land Berlin darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Neu durch die Antragskommission: die Nutzerinnen und Nutzer sollen sich beteiligen. „Hier braucht es Ideen, wie das konkret aussehen soll.“ Die Bürgerinnen und Bürger sollen bei der Gestaltung eingebunden werden, weitere Ideen entwickelt werden, wie Anwohnerinnen und Anwohner sowie Natur geschont werden können. Zuletzt: das Konzept fester Grillplätze soll an einigen Stellen erprobt werden. Im Mauerpark will der Stadtrat Jens-Holger Kirchner das Grillen auf diese beschränken. „Das würde den Mauerpark komplett auf den Kopf stellen und viel von seinem Flair ginge verloren, wenn überall überdachte Grillplätze stehen. Bevor man hier in Beton gegossen rumexperimentiert, gilt es, das an anderen Stellen in Berlin erstmal auszuprobieren. Der Steinkreis am Falkplatz wäre zum Beispiel eine Option.“ erklärte Roick dazu.

Das Ziel der SPD Falkplatz-Arnimplatz bleibt dabei grundsätzlich: die Übernutzung der Grillflächen beenden durch mehr Grillflächen. „Die Zahl der Griller hat sich nicht verändert, die der Grillflächen ist radikal reduziert werden. Das so Übernutzung entsteht ist klar. Übernutzung ist aber teuer: je mehr Griller sich auf kleinen Flächen drängen, umso mehr kostet es die Bezirke, hinterher zu räumen. Verteilen sich die Grillfreude auf mehr Plätzen, so sinken die Kosten insgesamt: Müllcontainer sind dann nicht mehr überfüllt, die Bereitschaft einen sauberen Platz sauber zu hinterlassen ist größer und die Nachbarn werden nicht mehr so zugeraucht. Das hat die Vergangenheit gezeigt.“ Ist die Überzeugung von Markus Roick.

Nicht angenommen wurde ein Antrag mit ersten Schritten: das  Verbot von Einweggrills, die besonders schädlich sind, einen Grillflyer für die Bezirke in mehreren Sprachen (der in den letzten Jahren eingespart wurde), und eine übersichtliche Webseite zum Grillen in Berlin unter klarer Adresse. „Der Antragskommission waren die Forderungen zu konkret, man wollte den anderen Antrag abwarten. Das ist schade, weil beide zwar das Thema teilen, aber nicht logisch verbunden sind. Der beschlossene Antrag wird die Rahmenbedingungen für Grillen besser gestalten. Der abgelehnte Antrag zu den ersten Schritten sollte schlicht die Situation verbessern, wie sie gerade ist.“ bedauert Markus Roick.

 

Dokumente:

Antrag Grillflächen als Sozialen Freiraum dauerhaft sichern (Fassung vom 05.04.2014)

 

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