Rattenbefall auf dem Arnimplatz: Bürgerengagement statt Bezirk?

Veröffentlicht am 11.01.2013 in Meinung

Graffiti am Arnimplatz

Der starke Rattenbefall am Arnimplatz ist keine Kleinigkeit. Es gibt dort einen Kinderspielplatz, eine Sportfläche für Jugendliche und für den ganzen Kiez ist es ein wichtiger Platz zum Verweilen. Auf eine Kleine Anfrage zum Thema antwortet das Bezirksamt im Wesentlichen: der Bezirk sieht wenige Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Ein Kommentar von Markus Roick

Umso besser, dass Anwohnerinnen und Anwohner aktiv geworden sind und den Platz aufgeräumt, Unkraut gerupft, und die Bodenpflanzen ausgedünnt haben. Das verschönert den Platz und ist für die Ratten schlecht- weniger Fressen auf dem Platz und weniger Unterschlupf unter den Bodendecker-Pflanzen.

Wie geht es weiter?

Wie geht es aber weiter mit dem Rattenproblem auf dem Arnimplatz? Das Bezirksamt hat Aushänge auf dem Platz angebracht, um „Vorsorgehinweise“ zu geben. Sinnvoll wäre es, Mülleimer zu nutzen, die extra für Gebiete mit Ratten entwickelt wurden. Die gibt es nicht oft, sind teuer- und deswegen ist es nicht wahrscheinlich, dass sie kommen. Für die Grünflächenpflege hat der Bezirk wahrscheinlich weiterhin kein Geld, also gibt es weiterhin Unterschlupf für Ratten. Konkrete Folge: der Bezirk muss das Geld aufwenden für die Bekämpfung der Ratten, die in regelmäßigen Abständen erfolgt- mit wenig greifbaren Erfolg. Genug Unklarheiten für Nachfragen an das Bezirksamt.

Bürgerengagement nicht als Ersatz

Es ist gut, dass am Arnimplatz Anwohnerinnen und Anwohner gibt, welche die Platzpflege selber in die Hand nehmen. Problematisch ist es dennoch, dass die Bezirke zu wenig Geld für Grünflächen vom Land Berlin bekommen und sich der Bezirk aus seinen Aufgaben zurückzieht. Wenn bürgerschaftliches Engagement Aufgaben übernimmt, die der Bezirk nicht mehr übernehmen kann, wird zwar ein Problem gelöst- bürgerschaftliches Engagement, das Lücken schließt, hat aber weniger Freiraum, sich selbst Schwerpunkte zu setzen. Was alles wäre am Arnimplatz möglich, wenn die Grundreinigung des Platzes vom Bezirk übernommen werden würde? Und richtig problematisch wird es im Bezirk da, wo Bürgerinnen und Bürger sich nicht organisieren können: da bleiben dann die Pflichtaufgaben schlicht unerledigt.

 

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Roland Schröder | 

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