Wenn meine Daten plötzlich Beine bekommen: Datenschutz in der Wirtschaft

Veröffentlicht am 01.03.2009 in Ankündigung

Auf dem Titelsong ihrer 82-er LP „Computerwelt“ textete die Gruppe Kraftwerk: „Interpol und Deutsche Bank, FBI und Scotland Yard, Flensburg und das BKA, haben unsere Daten da, Nummern, Zahlen, Handel, Leute ...“. Seit dem Datenskandal im August letzten Jahres bestehen keine Zweifel mehr darüber, dass diese Aufzählung bei weitem nicht mehr ausreicht und zunehmend natürliche und juristische Personen, Gesellschaften und andere Personenvereinigungen des privaten Rechts von der „Sammelwut“ erfasst werden.

Veranstaltung am 10.03.

Personenbezogene Daten sind zum Wirtschaftsgut geworden. Die fortschreitende Automatisierung in den Datenverarbeitungsprozessen lässt die Preise ins Bodenlose fallen. Händler erzielen pro Datensatz zwischen unter 50 Cent und bis zu zwei Euro. Dem Verbraucherzentrale Bundesverband war es gelungen, innerhalb 44 Stunden sechs Millionen Datensätze mit Adresse, Geburtsdatum aber auch Kontonummern und Bankverbindungen für 850 Euro in einem Scheinkauf zu erwerben. Es stellt sich die Frage, wie der Verbraucher vor einem ungezügelten Datenhandel und zunehmendem Missbrauch seiner personenbezogenen Daten geschützt werden kann. Wo sind die Schutzlücken und Schlupflöcher, die geschlossen werden müssen? Welche Möglichkeiten haben die Aufsichtsbehörden dem Unwesen Einhalt zu gebieten? Darüber wollen wir mit dem ehemaligen Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Hansjürgen Garstka, in unserer Abteilungssitzung am 10.03.2009 um 19:30 Uhr in „Belverdere“, Bornholmer Straße 85 um 19:30 Uhr diskutieren. Mitglieder aus den anderen Abteilungen des Kreises und Gäste sind herzlich eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen.

Ankündigung: Lars Gatschke

 

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