Werkstattverfahren "Pankower Tor" mit mindestens vier Beteiligungsterminen!

Veröffentlicht am 20.09.2012 in Stadtentwicklung

Aus der Beschlussfassung der Drucksache VII-0157 der BVV Pankow hat sich eine neue Dynamik für die Entwicklung des Rangierbahnhofes Pankow ergeben: Mit dem Eigentümer und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung konnte sich auf dieser Basis auf ein zügiges Verfahren verständigt und der zuvorige Stillstand überwunden werden.

In drei Akteursrunden soweit mindestens einer Standortkonferenz wird eine umfassende Information und die breite Beteiligung der Akteure vor Ort und der Bevölkerung ermöglicht, bevor das eigentliche Bauleitplanverfahren mit seinen formalen Beteiligungsschritten beginnt.

In diesem Werkstattverfahren mit dem wohlklingenden Namen „Pankower Tor“ wollen die unterschiedlichen Verwaltungsebenen der Berliner Verwaltung und der Eigentümer nach einem von allen Beteiligten getragenen Vorschlag für die Zukunft des Geländes suchen.

Nach vielen Jahren der Debatte wird dieses Mal sehr intensiv und in einem dichten zeitlichen Ablauf gearbeitet und die vielen Vorarbeiten, Gutachten und Nutzungsvorschläge gesichtet, bewertet und soweit wie möglich integriert.

Zur Unterstützung wurde eine umfassende Begleitung des Werkstattverfahrens samt seiner Organisation durch externe Beraterinnen und Berater vereinbart. So wurden für die Bereiche Moderation und Organisation jeweils getrennt Büros bzw. die TU Berlin verpflichtet und für die Themenschwerpunkte Einzelhandel, Stadtentwicklung und Verkehr jeweils ausgewiesene und erfahrene Beratungsunternehmen eingebunden.

Das Verfahren ist in die drei sich überschneidenden Themenkomplexe gegliedert, die formal gesehen nacheinander abgearbeitet werden. Dazu wird es jeweils verwaltungsinterne Arbeitsgruppen zur Vorbereitung, Werkstattgespräche mit dem Eigentümer und Vertretern der BVV Pankow sowie öffentliche Akteursrunden zum angestrebten Abschluss eines Themenkomplexes geben.

Zuletzt fand am 07. September 2012 die Akteursrunde zum Thema Einzelhandel im ehemaligen jüdischen Waisenhaus statt. Dabei wurde deutlich, dass es noch erheblichen Gesprächsbedarf über den Umfang und den genauen Standort für großflächigen Einzelhandel auf dem Rangierbahnhof gibt.

Diese Grundsatzfrage wird nun im Rahmen der weiteren Werkstattsitzungen vorrangig geklärt werden, um die städtebaulichen Alternativvarianten samt ihrer verkehrlichen Erschließung und den daraus resultierenden Auswirkungen gegeneinander abwägen zu können, um dann in den Akteursrunden konkrete Vorschläge und Alternativen vorstellen und diskutieren zu können. Daraus sollen dann für die Konkretisierung der Varianten Hinweise, Ideen und Kritik aufgenommen werden, die den iterativen Prozessablauf bereichern sollen.

Abschließend soll dann in einer besonders groß angelegten Standortkonferenz die Verständigung auf eine Vorzugsvariante erfolgen, die dann Grundlage für die Erstellung des städtebaulichen Rahmenplans sowie des Bebauungsplans und der Änderung des Flächennutzungsplans wird.

Für die BVV Pankow nehme ich als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen teil. Sie können sich daher gerne mit Hinweisen oder Fragen an mich wenden. Nutzen Sie einfach das Kontaktformular.

Schon jetzt können Sie sich die voraussichtlichen öffentlichen Termine des Werkstattverfahrens notieren, zu denen ich alle Interessierten herzlich einladen möchte. Die Tagungsorte stehen noch nicht fest und werden wohl erst kurzfristig bekanntgegeben.

  • 31.10.2012 16.00 bis 19.00 Uhr Akteursrunde Verkehr
  • 29.11.2012 16.00 bis 19.00 Uhr Akteursrunde Stadtentwicklung
  • 12.12.2012 16.00 bis 19.00 Uhr Standortkonferenz

Die SPD ist unverändert der Auffassung, dass am Bahnhof Pankow vor allem ein neuer Platz mit Cafés, Dienstleistungen, Ärzten und kleineren Einkaufsmöglichkeiten entstehen soll. Diesem Bereich soll ein neuer Standort für eine vierzügige Gemeinschaftsschule folgen, der in den aufwachsenden Ortsteilen dringend benötigt wird.

Im mittleren Bereich könnte ein kleiner Park, eine Ladenpassage mit Wohnen in den höher gelegenen Etagen entstehen, der dann in einen konzentrierten Bereich des Einzelhandels mit ansprechender städtebaulicher Gestaltung (Platz, Brunnen, Arkaden) übergeht, bevor zur Prenzlauer Promenade ein Höffner- und ein Skonto-Möbelmarkt folgen. Jenseits der Autobahnbrücke soll der denkmalgeschützte Lokschuppen saniert werden.

Die verkehrliche Erschließung des Geländes soll ausschließlich von Osten und Norden erfolgen. Dafür soll die Schwarze Brücke am Bhf. Heinersdorf wieder aufgebaut und eine Kreuzung der Prenzlauer Promenade geschaffen werden. Für die Erschließung durch den ÖPNV setzt die Pankower SPD auf die leistungsstarke Straßenbahn, um zugleich sinnvolle Netzergänzungen zu erreichen und einen effektiven Linieneinsatz mit guten und schnellen Verbindungen zu ermöglichen.

Entlang der Granitzstraße soll außerdem auch auf der Nordseite durchgängig ein Radweg entstehen sowie eine Nord-Süd-Querung zwischen der Hadlichstraße und der Neumannstraße entstehen, sodass mittelfristig eine durchgehende Radverkehrsanlage von der Breiten Straße über die Hadlichstraße, das Rangierbahnhofgelände, die Neumannstraße, die Stahlheimer Straße und die Pappelalle bis zur Danziger Straße entsteht.

 

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Roland Schröder | 

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