Willy-Brandt-Medaille für Günter Wetzel und Wolfgang Marquardt

Veröffentlicht am 13.08.2009 in Abteilung

Generationen im Gespräch: Günter Wetzel, mit Ina Kaczmarek, neugewählte Beisitzerin

Die SPD Falkplatz-Arnimplatz ehrt ihre „Gründerväter“: Am 11. August 2009 verliehen der Abteilungsvorsitzende Markus Roick und der Kreisvorsitzende Alexander Götz den langjährigen Mitgliedern und ehemaligen Vorsitzenden Günter Wetzel und Wolfgang Marquardt die Willy-Brandt-Medaille für besondere Verdienste um die Sozialdemokratie. Die Willy-Brandt-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die SPD vergibt. Sie ehrt damit Mitglieder, die sich um die Sozialdemokratie in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Dank für langjährige Verdienste

Markus Roick und Alexander Götz dankten den Geehrten für ihr Engagement in der SPD. Mit ihrem aktiven Eintreten für die Werte der sozialen Demokratie und ihrer festen Verwurzelung im Kiez seien sie wichtige politische Figuren sowohl in der Abteilung als auch im Gebiet um den Falkplatz und den Arnimplatz geworden. „Ohne Eure Arbeit gäbe es die Abteilung sicher nicht in dieser Form. Ihr habt sie aufgebaut und stark gemacht. Mit der Willy-Brandt-Medaille danken wir Euch für Euer Engagement. Bleibt so aktiv, wie ihr seid.“, sagte Markus Roick bei der Verleihung.

Erinnern an Parteiarbeit in der Wendezeit

Günter Wetzel und Wolfgang Marquardt dankten für die Auszeichnung. Sie skizzierten die große Bedeutung, die Willy Brandt für sie persönlich als Bürger der ehemaligen DDR gehabt habe und berichteten den jüngeren Abteilungsmitgliedern von den schwierigen Anfängen der Sozialdemokratie im Kiez. Günter Wetzel trat damals noch der SDP der Basisgruppe 8 bei, dem Vorläufer der SPD Falkplatz-Arnimplatz. Wolfgang Marquardt selbst wurde in der Wendezeit Mitglied der SPD und trat einer anderen Basisgruppe bei. „Vor der Vereinigung mit der SPD waren die Basisgruppen nicht ortsbezogen. Man ging zu den Sozialdemokraten, den man kannte und erreichte eine Basisgruppe mehr als 20 Mitglieder, so bildete sie eine neue Basisgruppe aus den Aktiven.“ erläuterte Wolfgang Marquardt dazu. Mit Günter Wetzel zusammen erzählte er aus der Zeit und wie Parteiarbeit damals funktionierte, ganz anders als heutzutage. „Eine Basisgruppe hatte damals vielleicht 40 Mitglieder. Zu den Sitzungen sind aber auch 20 gekommen, wie heute bei 140 Mitgliedern.“ erzählte Günter Wetzel. Die Mitglieder waren politischer, man hatte mehr als heute das Gefühl, unmittelbar etwas bewegen zu können.

Erinnern an Willy

Günter Wetzel betonte nochmals, wie sehr es ihn freue, dass es eine Willy-Brandt-Medaille sei. Willy war in den 50ern auch mal im Abteilungsgebiet für eine Veranstaltung der in Ostberlin noch nicht verbotenen SPD. Aber als Westberliner durfte er sich in Ostberlin nicht aufhalten und als die Polizei anrückte, flüchtete er durch das Toilettenfenster. Lebendig schilderten beide Geehrten ihre Erinnerungen an Willy Brandt, der für sie die ganze Zeit in der DDR wichtiges Vorbild gewesen sei. Eines war dann Günter Wetzel auch noch wichtig am Schluss: „Willy war Ehrenvorsitzender der SDP, noch bevor er es zur Vereinigung mit der SPD kam.“ Das zeigt, wie wichtig Willy im Osten wie Westen für die Sozialdemokratinnen und -demokraten war."

Bericht: Markus Roick

 

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Roland Schröder | 

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