Interview mit Markus Roick, Abt.-Vorsitzender der SPD Falkplatz-Arnimplatz

Veröffentlicht am 19.03.2008 in Abteilung

Die Internetredaktion der SPD Falkplatz-Arnimplatz startet ihre neue Serie für die Homepage. In regelmäßigen Abständen werden auf unserer Seite Interviews mit engagierten Genossinnen und Genossen veröffentlicht. Inhalt der Interviews sind u.a. das Vorstellen von Personen, Gespräche zu Sachthemen auf Kiez-, Bezirks- und Landesebene. Es werden Gespräche geführt mit Abgeordneten aus BVV und AGH und mit Genossinnen und Genossen, die sich in der Kreis-SPD, in den Arbeitsgemeinschaften oder in den Abteilungen engagieren. Der Auftakt zu unser neuen Serie ist ein Interview mit Markus Roick, neuer Abteilungsvorsitzender der SPD Falkplatz-Arnimplatz.

Daniel: Hallo Markus. Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Wahl zum Abteilungsvorsitzenden. Wie fühlt man sich als frischgebackener Abteilungsvorsitzender?

Markus: Sehr froh. Es ist nicht selbstverständlich, nach nur zwei Jahren in der Abteilung zum Vorsitzenden gewählt zu werden. Dafür bin ich dankbar genauso wie über das Vertrauen, dass mir entgegengebracht wurde. Ich freue mich auf die nächsten zwei Jahre. Es steht viel Arbeit an, aber als Abteilungsvorsitzender hat man auch die Chance, zu gestalten und vor allem Mitglieder für die Arbeit in der Abteilung zu begeistern.

Daniel: Welche Erfahrungen bringst du mit?

Markus: Nun, die zwei Jahre als Schriftführer in der Abteilung auf jeden Fall. Aber ich war auch davor aktiv, in Weilheim in Bayern, wo ich herkomme. Da wurde ich mit 19 zum Ortsvorsitzenden gewählt und übte das Amt zwei Jahre lang aus, bevor es mich wegen des Studiums nach Potsdam und Berlin verschlug. Ein wenig unterscheiden sich die Tätigkeiten des Ortsvorsitzenden von der des Abteilungsvorsitzenden: In Weilheim war ich freier in der Arbeit, hatte aber auch mehr selbst zu organisieren. Hier in Berlin wird viel von der Kreis- und Landespartei übernommen. Aber die Erfahrung mit dem selbständigen Arbeiten ist auch für unsere Abteilung sich nicht verkehrt.

Daniel:Du bist seit zwei Jahren aktives Mitglied in der Abteilung. Wie hast du diese zwei Jahre empfunden? Was ist dir besonders aufgefallen?

Markus: Für die Abteilung vor allem, dass sie einen sehr lebendigen Kiez umfasst, dabei aber auch sehr unterschiedlich, sehr bunt ist. Das unter einen Hut zu bringen ist oft schwer. Aber es ist auch wichtig, dass man als Partei verschiedene Personen und Interessen zusammenbringt und nicht, dass man Interessenpolitik für sich oder eine kleine Gruppe betreibt – das geschieht ja zum Teil bei der politischen Konkurrenz. Gerade für die SPD bietet der Kiez Chancen. Die Grünen kümmern sich im Süden meist um „Lebensgefühl“, die PDS im Norden um die Vergangenheit – als SPD haben wir damit die Chance, uns ernsthaft um die heutigen Probleme der Menschen zu kümmern, in der Mitte des Kiezes zu stehen. Das ist auch mein Ziel als Abteilungsvorsitzender: die SPD Falkplatz-Arnimplatz als die Kiezpartei zu etablieren.

Daniel: Wie sieht deine inhaltliche Arbeit für die nächsten zwei Jahre aus?

Markus: Es ist als Abteilungsvorsitzender schwer, die inhaltliche Arbeit im Voraus zu benennen. Nicht, weil ich keine Überzeugungen habe, sondern weil ich mich vor allem als Moderator und Organisator sehe. Es ist mir wichtig, zu hören was die Mitglieder und was die Bürgerinnen und Bürger wollen. Daraus will ich dann unsere politischen Kampagnen organisieren. Schwerpunkt ist natürlich die Arbeit im Kiez und wir wollen versuchen, im lebendigen Dialog ein Kiezprogramm zu erarbeiten, in dem wir diese Schwerpunkte deutlicher benennen.
Im Süden werden wir dabei oft auch Themen aufnehmen müssen, die andere gesetzt haben, d.h. vielfach reagieren. Agieren können wir eher im Norden, aber da ist zugleich das Feedback weniger ausgeprägt über die Wünsche und Bedürfnisse. Natürlich gibt es einige Schwerpunkte – es sei nur Netto, Finnischer Grund und anderes genannt – aber wir müssen dort versuchen, die Bürgerinnen und Bürger stärker aktiv anzusprechen.

Daniel: Was möchtest du für die Abteilung Falkplatz-Arnimplatz erreichen?

Markus: Ganz konkret die Verankerung im Kiez und dazu werden wir unsere Aktion „Die Abteilung unterwegs“ fortsetzen, also auf die Leute zugehen und zuhören. Ein Schwerpunkt liegt aber auch im Inneren: Die Organisation muss verbessert, die innere Kommunikation ausgebaut werden. Wir müssen auch als große Abteilung die Zahl der aktiven Mitglieder erhöhen. Ganz besonders wichtig sind hier die weiblichen Mitglieder, da wir hier noch unterrepräsentiert sind. Man muss sich immer bewusst machen: Wir können die Probleme von gesellschaftlichen Gruppen nur dann sinnvoll zu einer guten Politik führen, wenn sie selbst in unseren Reihen sprechen. Wir haben viele Familien, ganz besonders Einelternfamilien in unserem Kiez. Das betrifft natürlich vor allem die Frauen. Welche Probleme sie haben und welche Verbesserungsmöglichkeiten sie sehen, können nur sie uns sagen. Alleine können wir die richtigen Lösungen nur erahnen. Das bezieht sich natürlich auch auf die gesamte Situation von Frauen in ihrer Lebens- und Arbeitswelt. Gelingt es uns hier nicht, deutlich Erfolge zu erzielen, verlieren wir auch dieses Mal dieses zentrale Politikfeld an die Grünen. Bei denen ist es übrigens nicht gut aufgehoben - periphere Probleme werden aufgebauscht, aber die wirkliche Lebenssituation der Mehrzahl der Frauen ignorieren die Grünen.

Daniel: Wo siehst du den Stellenwert der Abteilung für den Kreis Nord-Ost?

Markus: Im Moment haben wir ja einen sehr hohen Stellwert: Wir sind eine große und aktive Abteilung. Das macht sich bemerkbar: Alexander Götz ist Kreisvorsitzender, Rona und ich sind Beisitzer im Kreisvorstand. Aber letzten Endes stellt sich die Frage so nicht. Die Abteilung kann innerhalb des Kreises nicht nur Kiezpolitik betreiben, sondern muss auch die Kreisthemen im Auge haben. Denn wir brauchen eine starke Kreis-SPD, von der wir als Abteilung auch profitieren. Dazu leisten wir unseren Beitrag und davon profitieren wir.

Daniel: Da steckt viel Arbeit drin, woher nimmst du die Kraft für dein Engagement?

Markus: Aus der Lust daran, Leute zu begeistern. Wir haben in der Abteilung eine große Fluktuation von Mitgliedern, von der auch der Kiez geprägt ist. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass wir immer wieder aktiv auf unsere Mitglieder zugehen, sie ständig neu für unsere Arbeit gewinnen. Mir macht es Spaß, Begeisterung zu wecken. Und außerdem treibt mich an, was jeden politisch aktiven Menschen antreibt: Die Lust, Dinge zu verändern. In dieser Abteilung habe ich auch das Gefühl, Dinge positiv verändern zu können.

Daniel: Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Ich wünsche dir und deinem Team viel Erfolg und Schaffenskraft für die bevorstehende Arbeit.

Das Interview führte: Daniel Moll

 

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