Noch eine entspannte Parksituation im Gleimkiez Die Parkplatzsituation im Prenzlauer Berg ist sehr angespannt. Deshalb gibt es Pläne, durch „Parkraumbewirtschaftung“ den „Parkdruck“ so zu vermindern, dass Anwohnerinnen und Anwohner ihr Auto wieder einfacher abstellen können. Auch im Gleimkiez sind solche Maßnahmen geplant. Die SPD Falkplatz-Arnimplatz hat im politischen Prozess darauf gedrungen, dass die Parkraumbewirtschaftung rund um den Falkplatz nur parallel zu Maßnahmen eingeführt wird, die das hohe Verkehrsaufkommen an Spiel- und Veranstaltungstagen in der Max-Schmeling-Halle wirksam reduzieren. Die BVV hat jetzt einen solchen Antrag der SPD-Fraktion an das Bezirksamt beschlossen.
■ Parkraumbewirtschaftung verbessert Lebensqualität
Sie kennen das sicher: Die Parkplatzsituation in vielen Gegenden des Prenzlauer Berges ist sehr angespannt. Wer eine Abstellmöglichkeit für sein Auto sucht, wird nur schwer fündig, wer zu Fuß unterwegs ist, klagt über die hohe Belastung durch Lärm und Abgase.
Auch wenn sich diese Probleme nicht vollständig aus der Welt schaffen lassen, können sie doch reduziert werden – durch Parkraumbewirtschaftung. Das ist das Ergebnis einer Studie der LK Argus GmbH, die der Bezirksverordnetenversammlung von Pankow (BVV) vorliegt. Zentrale Aussage: Durch eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs verringert sich der Parkdruck im Prenzlauer Berg, während gleichzeitig die Lebensqualität steigt.
■ Im Kiez: Probleme vor allem durch die Halle
Das sind überzeugende Argumente. Da jedoch der Parkdruck im Gleimkiez nicht so hoch ist wie in anderen Gebieten, hat die SPD Falkplatz-Arnimplatz dafür plädiert, die Parkraumbewirtschaftung bei uns vorerst nicht einzuführen. Zwar sind die Parkgebühren mit 1 Euro pro Stunde und die Kosten für Bewohnerausweise mit 20 Euro für zwei Jahre sehr gering, doch sind selbst kleine Beträge ärgerlich, wenn der Nutzen zweifelhaft ist. Inzwischen hat die BVV anders entscheiden: Der Gleimkiez wird von Anfang an von der Parkraumbewirtschaftung erfasst werden.
Obwohl wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht hätten, hat das auch zwei positive Aspekte: Erstens werden Autofahrer unseren Kiez nicht überschwemmen, weil sie den Parkautomaten in den angrenzenden Gebieten entgehen wollen. Zweitens eröffnet die Einführung der Parkraumbewirtschaftung die Chance, die Verkehrsprobleme an Spiel- und Veranstaltungstagen in der Max-Schmeling-Halle zu lösen. Deswegen haben wir uns dafür eingesetzt, die Parkraumbewirtschaftung im Gleimkiez nur verbunden mit Maßnahmen einzuführen, die den Parkdruck rund um die Halle dauerhaft reduzieren.
■ Antrag der SPD Fraktion
Die SPD-Fraktion in der BVV hat sich dieses Problems angenommen und in der Sitzung vom 17. Juni 2009 einen Antrag an das Bezirksamt gestellt, Maßnahmen zu entwickeln und zu prüfen, die dazu geeignet sind, Kraftverkehr und Parkdruck an Spiel- und Veranstaltungstagen in der Max-Schmeling-Halle zu vermindern. Die Prüfung soll auch die Möglichkeit periodisch oder dauerhaft exklusiver Parkrechte für Anwohner sowie eine erweiterte Kontrolle des ruhenden Verkehrs an besonders belasteten Tagen einschließen. Das Bezirksamt wird der BVV bis zur 28. Sitzung am 11. November 2009 entsprechende Ansätze und Maßnahmen mit zugehörigen rechtlichen und wirkungsbezogenen Bewertungen vorlegen.