Ratten auf dem Arnimplatz: Erneut nachgefragt

Veröffentlicht am 08.08.2013 in Umwelt
Anfang Juni bezeichnete der "Berliner Kurier" den Arnimplatz als "Berlins schlimmster Ekelpark". Anlass genug für uns, erneut beim Bezirksamt nachzufragen. Zu den erfolgten Maßnahmen in Sachen Ratten, zu deren Wirksamkeit und Kosten. Lesen Sie die Kleine Anfrage und die Antwort des Bezirksamtes nach dem Klick. Ebenfalls zum Thema:
Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

1. Welche Maßnahmen hat das Bezirksamt seit Februar 2013 unternommen, um die Hygienesituation am Arnimplatz zu verbessern und den Rattenbefall zu verringern?

Werden die Schadnager sichtbar oder erreichen das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt Hinweise, wird umgehend die Schadnagerbekämpfung beauftragt. Zweimal wöchentlich erfolgt die Reinigung des Platzes mit Leerung der Abfallbehälter. Wenn es die Personalsituation erlaubt, wird halbtägig eine Gartenarbeiterin auf dem Platz eingesetzt. Ursächlich ist das dargebrachte Futterangebot für die starke Schadnagerpopulation verantwortlich. Hier sind Aushänge mit Informationen auf dem Platz angebracht worden.

Das Gesundheitsamt hat ab November 2004 mit den Berliner Wasserbetrieben eine Langzeitbekämpfung abgestimmt die z. Zt. noch läuft. Auch in 2013 hat das Gesundheitsamt Ortsbesichtigungen durchgeführt, letztmalig am 30. Juli 2013. Ratten oder Zugänge (Rattenlöcher) waren zu den Begehungszeiten nicht feststellbar.


2. Wenn Maßnahmen erfolgt sind: wie schätzt das Bezirksamt die Wirksamkeit ein und welche Kosten haben diese Maßnahmen verursacht?

Ein Zulauf von Ratten kann im Freiland jederzeit neu erfolgen. Eine Rattenbekämpfung ist nur dauerhaft erfolgreich, wenn die Ursachen für die Ansiedlung und Vermehrung kontinuierlich bzw. dauerhaft beseitigt werden. Auf dem Arnimplatz ist diese Situation nicht gegeben. Futterquellen bzw. –reste werden immer wieder durch die Nutzer selbst für die Ratten erreichbar im Freiland verteilt.

Die Kosten pro Schädlingsbekämpfungsmaßnahme betragen jeweils 164,43 €.


3. Wie schätzt das Bezirksamt den aktuellen Rattenbefall am Arnimplatz verglichen mit Juli 2012 ein?

2012 war bei den Ortsterminen der Rattenbefall deutlich sichtbar (Ratten selbst und Rattenlöcher).

Die durch Mitarbeiter des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt beobachtete Zahl der Tiere ist offenbar in 2013 gegenüber 2012 geringfügig gesunken.


4. Wie viele Meldungen über Rattenbefall auf dem Arnimplatz gingen (nach Jahren getrennt) in den letzten drei Jahren beim Gesundheitsamt bzw. beim Bezirksamt ein?

Gesundheitsamt:

2011
  • zweimal schriftlich
  • rund 10mal telefonisch
2012
  • 12mal schriftlich
  • 30mal telefonisch
2013
  • weder schriftlich noch telefonisch

5. Wurden oder werden die Anwohnerinnen und Anwohner durch das Bezirksamt in die Diskussion um Lösungen für die Rattenproblematik am Arnimplatz eingebunden?

a. Wenn ja, auf welche Weise?
b. Wenn nein, warum nicht?


Das Gesundheitsamt hat alle Bürger, die Ratten gemeldet haben, individuell informiert und beraten, sofern es gewünscht war.
 

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