SPD Falkplatz-Arnimplatz für einen Mauerpark nach Anwohnervorstellungen

Veröffentlicht am 20.12.2009 in Stadtentwicklung

Die SPD Falkplatz-Arnimplatz hat auf ihrer Abteilungsversammlung die Pläne der Freunde des Mauerparks e.V. unterstützt. „Der Mauerpark muss endlich vollendet werden. Die Pläne der Freunde des Mauerparks e.V. stellen hier einen gangbaren Weg dar. Deswegen unterstützen wir ihn politisch“, so Markus Roick, Abteilungsvorsitzender. „Allerdings gibt es zwei Einschränkungen: Erstens darf der Betrieb der Jugendfarm Moritzhof nicht gefährdet werden; zweitens darf die Anbindung der Bebauung im Mauerpark nicht durch das Gleimviertel erfolgen“, führt er aus.

Drei Lösungen möglich

Derzeit sind für den Mauerpark drei Lösungen möglich: die vollständige Realisierung als Parkfläche; die Pläne des Baustadtrats des Berliner Bezirks in Mitte, Ephraim Gothe (SPD); die Pläne der Freunde des Mauerparks e.V. „Am besten wäre natürlich eine Ausweisung als Parkfläche für den gesamten Mauerpark.“, so Martina Krahl, stellvertretende Vorsitzende. Allerdings wurde während der Diskussion die große Gefahr gesehen, dass die Finanzmittel der Allianzumweltstiftung zurückgezahlt werden müssten, wenn der Mauerpark nicht termingerecht vollendet werde. Das Gebiet würde brachliegen, nur weil sich die Akteure die Verantwortung gegenseitig zugeschoben hätten. „Vor allem Linke und Grüne spielen hier ein doppeltes Spiel: zum einen fordern sie, den Mauerpark auf Kosten des Landes Berlin zu vollenden. Zum anderen haben sie aber nichts unternommen, um die anfallenden Kosten von 12 bis 15 Millionen Euro im Haushalt als Posten einzubringen,“ bemerkte Markus Roick zur Haltung der politischen Gegner im Konflikt. „Der ganze Mauerpark ist so etwas wie die fette Taube auf dem Dach, die man gerne besitzen würde – wir müssen aber nun sehen, welchen kleinen aber realen Spatz wir in der Hand haben.“

Beste Lösung: Konzentration der Bebauung nördlich der Gleimstraße

Betrachtet man die zwei verbleibenden, zeitnah umsetzbaren Alternativen, so ist die Lösung der Freunde des Mauerpark e.V. deutlich besser als der Vorschlag von Ephraim Gothe: „Das ist schon eine sehr dicker Spatz in der Hand“, so Markus Roick. Durch die Konzentration der Bebauung nördlich der Gleimstrasse würde die Randbebauung südlich davon entfallen. Die Nutzungskonflikte zwischen Anwohnern und Parkbesuchern würden dabei deutlich reduziert und die lebendige Verbindung zwischen Gleimkiez und Brunnenviertel wäre nicht durch eine Riegelbebauung blockiert.

Aber: "Kein Mauerpark ohne Jugendfarm!"

Diese Pläne der Freunde des Mauerparks e.V. decken sich fast vollständig mit den Forderungen der SPD Falkplatz-Arnimplatz und der BVV-Fraktion der SPD. Verglichen mit dem Konzept von Prof. Lange sind die Änderungen minimal, denn auch in diesem war immer eine Bebauung nördlich der Gleimstraße vorgesehen. In der Diskussion wurden jedoch wesentliche Probleme gesehen: Die Abteilung lehnt erstens jegliche Erschließung von Wohnbebauung im Mauerpark durch das Gleimviertel ab. Das ist im Moment zwar nicht geplant, wird aber sicher während der Verhandlungen zur Sollbruchstelle werden. Zweitens darf der Betrieb der Jugendfarm Moritzhof aus Sicht der Abteilung auf keinen Fall gefährdet werden. „Kein Mauerpark ohne Jugendfarm!“, so Martina Krahl.

Bericht: Markus Roick

 

Homepage SPD Falkplatz-Arnimplatz

Facebook-Seite von Roland

Roland Schröder | 

Erfolgskarte


Erfolge des AK Stadtentwicklung und Verkehr auf einer größeren Karte anzeigen