Seit dem Aufstellen des Schildes ist nicht viel passiert an der Brücke Einen Teilerfolg konnte die SPD Pankow erzielen, als auf Antrag der Bezirksverordneten Rona Tietje das Fahrradverbot auf der Fußgängerbrücke über den S-Bahngraben zwischen Sonnenburger Straße und Dänenstraße festgestellt und durch entsprechendes Verkehrsschild auch umgesetzt wurde.
Aber weiterhin ist es hier für Fußgänger gefährlich. Das Fahrradfahrverbot wird nicht beachtet, wodurch es immer wieder zu gefährlichen Situationen auf der schmalen Brücke kommt. Die SPD Falkplatz-Arnimplatz forderte deswegen das Bezirksamt auf, entsprechend des BVV-Beschlusses zu handeln. Der zuständige Stadtrat, Holger Kirchner (Grüne), hat bisher nichts unternommen, um das Problem zu beheben.
■ Grüne: Lösung am Sankt Nimmerleinstag
Die Grünen haben das Problem auf eigene Weise für sich erkannt: Sie wollen die Fahrradfahrer gar nicht wirklich zum Absteigen bringen, sondern würden ihnen gerne mittelfristig eine eigene Fahrspur durch Verbreiterung schaffen. Doch die Finanzierung über Projektgelder ist utopisch, angesichts der prekären Finanzsituation Pankows in keinem realistischen Verhältnis zum Zweck. Und auch wenn für Pankow bessere Zeiten kommen: Diese Lösung wird Jahre brauchen. Was ist bis dahin mit den Fußgängern?
■ SPD: Sonnenburger Platz gestalten
Die SPD-Fraktion hat eine Anregung der Anwohner des Sonnenburger Platzes aufgegriffen, welche gleichzeitig diese Frage lösen würde. Schon heute zieht dieser Platz mit der Kneipe Kohlenquelle zum Verweilen an. Auch wenn bereits heute die Gäste gerne hier die Feierabendsonne genießen – der Platz selbst ist nicht schön. Der Vorschlag der SPD-Fraktion: eine Umgestaltung und Begrünung des Platzes, die der entspannten Atmosphäre auch den richtigen äußeren Rahmen gibt. Und die Fahrradfahrer müssten ohnehin absteigen und würden dann die wenigen Meter über die Brücke vermutlich laufen. Das ist langfristig die beste Lösung.
■ Jetzt ist es Zeit, das Problem zu lösen
Aber auch die Begrünung des Sonnenburger Platzes wird nicht kurzfristig realisiert werden können und deshalb ist Jens-Holger Kirchner zum Schutz der Fußgänger gefordert: Durchsetzung des Fahrradfahrverbotes auf der Brücke, damit alle Verkehrsteilnehmer diese sicher benutzen können. Hier hat Herr Kirchner seit dem Aufstellen des Schildes nichts unternommen und die Wirkung ist bisher ausgeblieben. Mehr Kontrollen und bauliche Maßnahmen sind jetzt notwendig. Zeit zu handeln, Herr Kirchner!
Die SPD setzt sich seit langem für klare Regeln auf der Brücke ein.
Dazu eine Glosse aus Berliner Zeitung.
Berliner Woche, Rowdys machen Brücke unsicher.
■ Kommentar: Markus Roick