06.05.2017 in Geschichte von SPD-Abteilung 12 | Helmholtzplatz

Stolpersteine polieren im Kiez

 

Die SPD am Helmholtzplatz und Humannplatz gedenkt am 07.05. der jüdischen Nachbarn, die durch das nationalsozialistische Deutschland ermordet wurden. Treffpunkt ist die Greifenhagener Straße 13 um 14 Uhr. Wer später dazu kommt, kann sich unter 0176 430 700 45 informieren, wo wir gerade sind.

Auf dem Weg werden wir fünfmal an Stolpersteinen anhalten und die Gedenksteine polieren. Außerdem gibt es ein wenig Kiez- und SPD-Geschichte dazu. An einer Stelle geht es um Hilfe für Juden durch die Gethsemanekirche, zur Geschichte der SPD im Kiez geht es zweimal.
 

Am Ende gibt es am Humannplatz die Gelegenheit, gemeinsam die Eindrücke zu verarbeiten und darüber zu sprechen. Auch Nicht-Mitglieder, die sich für die Geschichte ihres Kiezes interessieren und keine 180-Grad-Wende in der Erinnerungskultur wollen, sind herzlich willkommen!
 

24.03.2017 in Geschichte von SPD-Abteilung 12 | Helmholtzplatz

Willy Bartsch: Abgeordneter für Ost-Berlin

 

 Viele überrascht es: Die SPD gab es in Ost-Berlin bis zum Mauerbau 1961. Was eine Folge der Vier-Mächte-Statuts war, brachte Lebensläufe vor wie den von Willy Bartsch, am 24. März 1905 geboren. Obwohl in der Dunckerstraße und damit dem damaligen Ost-Berlin wohnend, war er von 1950 bis 1963 Mitglied des (West-)Berliner Abgeordnetenhauses. Mit dem Mauerbau musste er seinen Wohnsitz im Osten aufgeben. Er vertrat das Land Berlin von 1963 bis 1972 dem Bundestag als (beratendes) Mitglied an.

21.02.2017 in Geschichte von SPD-Abteilung 12 | Helmholtzplatz

Im Gedenken: Fritz Erler

 
Fritz Erler 1965, links neben Willy Brandt. Rechts US-Verteidigungsminister Robert McNamara.

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Fritz Erler am 22.2.1967 in Pforzheim verstarb. Damit ging ein Leben zuende, dass am Humannplatz begann. Dort wurde Fritz Erler am 14.7.1913 in der Zelterstraße geboren. Die ersten drei Jahre lebte dort seine Familie, bevor sie in die Chodowieckistr. 17 umzog. An dieser Stelle erinnert der Bezirk seit letztem Jahr an seinen berühmten Sohn. Heute findet dort ein öffentliches Gedenken um 17.30 Uhr mit Klaus Mindrup, MdB, statt.

27.01.2017 in Geschichte von SPD-Abteilung 12 | Helmholtzplatz

Opfer des Nationalsozialismus: Hermann Meier

 
Gedenktafel an das KZ Columbiahaus. OTFW, Berlin - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index

Der 27. Januar ist in Deutschland der Tag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass wollen wir als SPD Helmholtzplatz an Hermann Meier, einen unserer Genossen erinnern, der in der Ahlbecker Str. 16 wohnte und wegen des Verdachts auf Hochverrat im KZ Columbiahaus mißhandelt wurde: „ich [wurde] meiner Verstocktheit wegen bis Ende 1936 festgehalten... Sie werden ja wissen, was im Columbia getrieben wurde. Die SS hat mich zum Krüppel geschlagen, mein rechter Arm ist vollständig kaputt und meine Zähne haben sie mir eingeschlagen.“  

20.11.2016 in Geschichte von SPD-Abteilung 12 | Helmholtzplatz

„Arisierung“: Raub im Prenzlauer Berg

 

Die Enteignung der jüdischen Bevölkerung im Prenzlauer Berg während des Dritten Reichs tauchte von 1989 bis zum Sommer 1990 wieder auf wie ein Geist aus der Vergangenheit. Es gab eine Vielzahl von verlassenen und sich selbst überlassenen Altbauten (1). Die von Nazis unter Gewalt „arisierten“ Häuser waren in der DDR in Volkseigentum übergegangen. Nach der Revolution von 1989 war die Eigentumsfrage unklar, der Einigungsvertrag sah für diesen Fall Rückgabe vor Entschädigung vor. Erst mit den Monaten nach der Vereinigung klärten sich die Eigentumsverhältnisse und die Häuser wurden wieder Bestandteil des lebendigen Prenzlauer Bergs. Enteignet wurden aber nicht nur Häuser, sondern auch Geschäfte. Wie tiefgehend dieser staatlich organisierte Raub ging, zeigt eine noch nicht mal vollständige Liste der „arisierten“ Geschäfte in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee. Alleine in den Kiezen am Humannplatz und Helmholtzplatz zählt ein Projekt der Humboldt-Universität 32 enteignete Geschäfte (2). Eine Überblickskarte dazu finden Sie hier.

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Roland Schröder | 

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